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Recht & Steuern

Fotomedienfachmann/Fotomedienfachfrau

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. August 2008 gibt es mit dem Fotomedienfachmann bzw. der Fotomedienfachfrau einen weiteren neuen Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert auch für diesen Beruf drei Jahre.

Die Betriebe der Fotobranche, einschließlich des Fotohandels, bieten eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen an. Durch die technologische Entwicklung der letzten Jahre, z.B. in den Bereichen digitale Kameras, Fotohandys sowie Fotoausgabe- und Bildbearbeitungssoftware, sind neue Aufgabengebiete entstanden. Deshalb müssen die Fachkräfte in der Fotobranche detaillierte und spezialisierte Produktkenntnisse haben, darüber hinaus aber auch als kompetente Ansprechpartner für Dienstleistungen in der Bilderstellung und -bearbeitung zur Verfügung stehen.

Ein auf diese speziellen Anforderungen der Fotobranche ausgerichtetes Berufsbild gab es bisher nicht. Vielmehr wurden für die Tätigkeiten überwiegend Einzelhandelskaufleute mit einer entsprechenden Anpassungsqualifizierung eingesetzt.

Die Schwerpunkte des neuen Berufs Fotomedienfachmann/Fotomedienfachfrau liegen in den Bereichen Kundenberatung, Verkauf und Marketing. Fotomedienfachleute erwerben zwar auch grundlegende technische Kenntnisse für die Bilderstellung, wie beispielsweise Passbildfotografie, erreichen jedoch bei weitem nicht das Niveau eines Fotografen. Die Fotomedienfachleute grenzen sich durch ihre Orientierung an der Kundenberatung deutlich von dem handwerklichen Fotografen ab. Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Verkauf und Fotografie und sind deshalb als Ausbildungsberuf nicht nur für Einzelhandelsunternehmen, Fach- und Großlabore, Industriebetriebe und Bild-Agenturen, sondern auch für Betriebe des Fotografen-Handwerks interessant.

Geschrieben am Freitag, 18. April 2008 | Wirtschaftsrecht |    

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